5 Vorurteile über Jura-Studenten

shutterstock_225502903

Ich werde Chef der Kanzlei meines Vaters

Es gibt ein paar Berufe, die immer von Vater zu Sohn und Mutter zu Tochter weitervererbt werden. Das sind die Ärzte, die ihre Praxen an ihre Kinder weiterreichen, das sind Lehrer, die ihre staubigen Unterlagen an den Nachwuchs geben und das sind die Juristen, die auf Golf-, Tennis- und Reitplätzen schon die Töchter der Kollegen für den Filius reservieren. Johannes und Mia Elena, beide kurz vor der ersten Examensprüfung, die Väter Kanzleipartner und schon so gut wie Schwäger. Beide Kinder werden irgendwann einmal in der Zukunft die Kanzlei übernehmen und fortführen.

Der familiäre Einfluss ist sowohl Jojo, als auch Leni anzusehen. Man muss ja zeigen, was Papi hat. Mit dem (ich habe nachgeschaut: 335 Pfund (im Moment etwa 430 Euro) teuren!!!) Burberry-Schal und mindestens dem Michael-Kors-Täschchen geht man aus dem Haus. Natürlich nicht aus irgendeinem Haus. Nein. Es handelt sich tatsächlich eher um eine Art Vorstadtvilla mit Auffahrt.

Dass Papa nie Zeit für seinen Nachwuchs hatte, muss ja niemand wissen. Vorurteile wie diese machen es nicht leichter ein Jurist zu sein.

Leider hat Jojo aber einen höchst auffälligen Minderwertigkeitskomplex entwickelt und Leni durchlebt aufgrund mangelnder väterlicher Aufmerksamkeit nun die Strapazen der allseits bekannten Daddy-Issues.

Mutter Ursula vergnügt sich seit Jahren schon mit dem Stallburschen, da der Patriarch sowieso nie zu Hause ist. (Jojo ist gar nicht sein Sohn, aber psst! Sat.1 hat die Rechte am Plot schon für eine vielversprechende neue Daily Soap gekauft)

Es ist also doch sehr auffällig, dass der Familienhintergrund der Juristen oft zerrütteter ist, als der Anschein einer perfekten Familie zulässt. Vorurteile wie diese, sind auf den zweiten Blick oft hinfällig.