Black Mirror: Bücher die man nach der Serie lesen sollte

Hier sind unsere Leseempfehlungen, nachdem ihr die erste Staffel von Black Mirror gesehen habt!

Wie der Name schon vermuten lässt, zeigt Black Mirror die dunkle Seite unserer Welt. Sie erinnert uns daran, wie unsere schnellwachsende Technologie uns in einer nicht allzu fernen Zukunft kontrollieren könnte. Der größte Nachteil von Black Mirror? Eine Staffel hat nur drei Episoden. Falls du also ein Fan bist, hast du wahrscheinlich schon längst die komplette Serie gesehen. Aktuell gibt es keine vergleichbare Serie zu Black Mirror. Zum Glück aber genug Lesestoff, die deinen Hunger nach dunklen Geschichten dieser Art stillen können.


Margaret Atwood  – Oryx und Crake

Jetzt Stöbern!

Margaret Atwood ist eine von denen Autorinnen, die Fiktion und Science-Fiction (oder spekulative Fiktion, wie es Atwood selbst bezeichnet) am häufigsten in ihren Erzählungen verarbeitet.

Unser Lieblingsbuch von ihr: Oryx und Crake, ein Roman aus der MaddAddam Trilogie. Die Protagonisten Crake und Jimmy sind Freunde, und lieben dieselbe Frau: die rätselhafte Oryx. Sie leben in einer ständig von Klimakatastrophen bedrohten Welt. Dabei spielt die Geschichte in einer gar nicht so fernen Zukunft. Crake, ein Genie genetischer Manipulation, ist Wissenschaftler und arbeitet an der Entwicklung neuer Medikamente, die die Menschen gegen Epidemien im Gefolge der Umweltkatastrophen immunisieren sollen, aber er verfolgt darüber hinaus ganz eigene Pläne. Im Jahr 2003 veröffentlich, ist dieser Roman eine Warnung an den Missbrauch von Gentechnik und befasst sich mit sozialen Fragestellungen, wie der sexueller Ausbeutung von Minderjährigen während der globalen Erwärmung.


Kazuo Ishiguro – Alles, was wir geben mussten

Alles, was wir geben mussten

Der Roman von Ishiguro aus dem Jahr 2005 ist ein perfekter Post-Black Mirror Roman. Er könnte, ohne Probleme, zukünftig in der Serie verfilmt werden. Never Let Me Go (Alles, was wir geben mussten) ist eine Geschichte über einen Freundeskreis, der in einem Internat in einer idyllischen Hügellandschaft irgendwo in England lebt. Es scheint eine heile Welt zu sein, doch nichts ist so, wie es scheint. Denn die Lehrer in der Geschichte,  sind „Wächter“ und den Kindern steht ein besonderes Schicksal bevor. Kathy, die Protagonistin des Buches, erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht. Wir wollen hier keine Dystopie beim Leser hervorrufen, aber es genügt zu sagen, dass euch das Buch noch eine Weile nach dem Lesen beschäftigen wird.


Ursula K. Le Guin – Die Geißel des Himmels

Die Geißel des Himmels

Die verschiedenen Episoden von Black Mirror zeigen teilweise beklemmende Zukunftsvisionen, wie sich unsere Welt verändern könnte. Die Geißel des Himmels erzählt die Geschichte von einem Mann, der einzig durch seine Träume die Welt verändern kann. Als der Wissenschaftler William Haber die Fähigkeiten von George Orr entdeckt, zwingt er Orr mittels seiner Fähigkeiten die Realität zu manipulieren. Ähnlich wie in den besten Episoden von Black Mirror, liegt der Fokus eher auf der Philosophie wie auf der Technologie. Le Guin behandelt in seinem Roman wie schnell sich Utopie in Dystopie verwandeln kann. Als Haber zum Beispiel Orr zwingt eine Welt zu erträumen, in der es kein Rassismus gibt, endet das in einer Welt ohne Vielfalt, die von der Farbe Grau beherrscht wird. Le Guin beabsichtigte in die Geißel des Himmels dem Vorbild von Philip K. Dick zu folgen und seine Version eines „paranoiden Alptraums“ zu schreiben.


Philip K. Dick – Der dunkle Schirm

Der Dunkle Schirm

Ohne ein Buch von Dick, wäre keine Bücherliste im Sciencefiction-Genre komplett! Der Roman, teilweise inspiriert durch Dicks eigene Erfahrungen, ist einer Generation gewidmet, die zwischen Realität und Fiktion lebt. Dabei entdecken sie die Welt am Abgrund des Drogensumpfs. Die Beschreibung  eines dunklen Ambiente, in einer Zukunft dominiert von Technologie und einer manipulierten Sozialwelt. Die Handlung folgt der Geschichte eines Undercover-Polizisten, Bob Arctor. Sein Doppelleben ist so geheim, dass selbst seine Vorgesetzten nicht um seine wirkliche Identität wissen. Abwechselnd verbringt er seine Zeit als Bob zusammen mit seinen abgedrehten Drogenfreunden oder als Fred sitzt er vor einem Beobachtungsschirm, auf dem er sich Aufnahmen aus Bobs Leben ansieht. Niemand weiß, woher Substanz T — auch Tod genannt — kommt und wer sie verbreitet. Unter dem Einfluss der Droge verliert Bob zunehmend den Bezug zur Realität.