Pubblicato il 02 Apr 2021
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10 Amerikanische Klassiker die man gelesen haben muss

10 Amerikanische Klassiker die man gelesen haben muss


Tom Wolfe: The Electric Kool-Aid Acid Test


Ein interessanter Titel verbirgt hier ein noch interessanteres Buch. The Electric Kool-Aid Acid Test, geschrieben von Tom Wolfe, veröffentlicht 1968, berichtet über Drogenerlebnisse, die sogenannte Beat-Generation und die Anfänge der Hippies. Es geht um LSD, die Hells Angels, The Grateful Dead und berühmte Autoren, wie Allen Ginsberg und untersucht die Drogen-nehmenden Gruppen Amerikas. So verrückt, wie die Geschichte auch klingen mag, The Electric Kool-Aid Acid Test ist kein fiktionales Werk sondern beruht auf wirklichen Events. Tom Wolfe war damit einer der Autoren, die auf das Genre des New Journalism aufmerksam gemacht haben. Auch wenn man es vielleicht nicht glauben mag, aber Wolfe lebt sogar noch. Man könnte also fast sagen es ist ein moderner Klassiker, den er da geschrieben hat, ein Klassiker, den man gelesen haben sollte, ist es aber auf alle Fälle.

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Ernest Hemmingway: The Old Man and the Sea


Ernest Hemmingways wohl bekanntestes Werk wurde 1952 veröffentlicht. Es ist eine Novelle über einen Fischer, der nach vielen glücklosen Tagen des Fischens auf dem Meer tatsächlich wieder einen großen Fang macht. Während er versucht den Fisch an Land zu ziehen muss der Fischer an seine körperlichen Grenzen gehen, Haie töten und er baut sogar eine Art Beziehung zu dem gefangenen Fisch auf. Es ist eine Geschichte in die viel reininterpretiert werden kann, ob der Fischer eigentlich für etwas anderes steht und wen der Fischer darstellen soll ist unklar. Klar dagegen ist, dass die Novelle stark an Moby Dick erinnert und entstanden ist, als Hemmingway selbst einem Fischer geholfen hat, als er in Kuba lebte. The Old Man and the Sea ist definitiv ein bedeutendes Werk, Hemmingway wurde dafür mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet und es brachte unter anderem Hemmingway auch zu seinem Erhalt des Literaturnobelpreises in 1954. Schon in den ersten zwei Tagen nach Veröffentlichung des Buches wurde die Geschichte über 5 Millionen Mal verkauft. Heute bleibt es ein vor allem in Amerikanischen und Englischen Schulen eine oft gelesene Lektüre.

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Truman Capote: In Cold Blood


In Cold Blood
erzählt die Geschichte der Ermordung der Clutter Familie am 15. November 1959 in der amerikanischen Kleinstadt Holcomb. Es handelt sich hierbei um ein wahres Verbrechen, doch wer Capotes Buch liest bekommt schnell das Gefühl, dass das ganze nur vom Autor erfunden worden ist. Andererseits erscheinen die Geschehnisse und Berichte gleichzeitig zu real, um fiktiv zu sein. Dieses Phänomen hat einen Grund und einen Namen; Creative Non-Fiction. Capote hat damit ein neues, literarisches Genre erschaffen, welches sich heutzutage immer größerer Beliebtheit erfreut. Einen non-fiktionalen Roman zu schreiben verlangt großes Talent und Können und zählt als eines der schwierigsten Genres in welchen man schreiben kann, da der Grat zwischen fiktiv und real oft sehr schmal ist. Capote hat sich sehr viel Mühe gegeben und hat über sechs Jahre lang Interviews geführt mit den Tätern und Bewohnern der Stadt, ehemaligen Arbeitgebern, Nachbarn und Polizisten. Angeblich bezahlte Capote sogar die Gerichtsverteidiger der Täter Richard "Dick" Hickock und Perry Smith, doch sobald er genug Informationen für sein Buch hatte, lies er die Unterstützung fallen.

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F. Scott Fitzgerald: The Beautiful and Damned


The Great Gatsby
kennt wohl so ziemlich jeder, entweder durch das Buch selbst oder den 2013 erschienenen Film mit Leonardo DiCaprio. The Beautiful and Damned jedoch ein Klassiker, der oft vergessen wird. Erschienen 1922 ist es F. Scott Fitzgeralds zweiter Roman, zwei Jahre nach This Side of Paradise und drei Jahre vor The Great Gatsby. Während das Buch die Geschichte der Beziehung von Anthony Patch und seiner Frau Gloria Gilbert erzählt, die durch Höhen und Tiefen geht, wird vermutet, dass sich die Geschichte eigentlich um Fitzgeralds Ehe mit Zelda dreht und persönliche Einblicke in deren privates Leben gibt. Grundsätzlich geht es allerdings um ein Paar und deren Beziehung im Jazz Alter vor und nach dem 1. Weltkrieg. Gerüchten zufolge wird demnächst sogar ein Film mit dem gleichen Titel in die Kinos kommen. Jetzt ist also die perfekte Zeit, um das Buch noch davor zu lesen.

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John Steinbeck: Of Mice and Men


Vor allem in englischen Schulen ist Of Mice and Men eine beliebte Lektüre. Das 1937 erschienene Buch von John Steinbeck erzählt die Geschichte von George Milton und Lennie Small, zwei Freunden, die versuchen sich als Wanderarbeiter durchzuschlagen. Dabei bringt besonders Lennie den Traum der beiden ein eigenes Stück Land mit Tieren zu besitzen, in Gefahr mit fatalen Folgen am Ende. Aufgebaut ist das Ganze ähnlich wie ein Schauspiel oder Drehbuch mit einleitenden Beschreibungen der Orte und Dialogen die für eine Aufführung nicht geändert werden müssten. Of Mice and Men ist eine Geschichte über Freundschaft über Grenzen hinweg, Träume und Einsamkeit, sowie das Leben der Wanderarbeiter in Amerika während den 1920er und 1930er Jahren. Der Autor Steinbeck selbst machte diese Erfahrung nachdem er die Universität Stanford ohne Abschluss verlies. Die Filmversion von 1992 mit Gary Sinise und John Malkovich ist ebenfalls einen Blick wert.

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John Williams: Stoner

The New Yorker bezeichnete den Roman Stoner von John Williams in 2013 als “the greatest American novel you’ve never heard of”, und das nicht zu unrecht. Teilweise basierend auf Williams eigenen Leben erzählt Stoner die Geschichte von William Stoner, einem Dorfjungen aus Missouri, welcher sich gegen den Willen seiner Eltern sträubt, sein Landwirtschaftsstudium beendet und zum Studiengang der Literaturwissenschaft wechselt. Das Buch berichtet hauptsächlich über Stoners Zeit als Assistenz-Professor, seiner Beziehung zu seinen Kollegen an der Universität, seiner Beziehung mit seiner Frau und Tochter, sowie seiner Affäre mit einer Studentin. Es ist eine spannende Geschichte die sich schnell gelesen hat und vor allem auch die Liebe zur Literatur und zur Universität zelebriert. Als das Buch 1965 zum ersten Mal veröffentlicht wurde, wurden nur wenige Kopien verkauft. Heute zählt das Buch zu den großen Amerikanischen Klassikern und ist nicht nur eine Inspiration für Literatur-, Germanistik- und Anglistikstudenten.

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Ray Bradbury: Fahrenheit 451


Ray Bradbury ist bekannt für seine zahlreichen Kurzgeschichten, doch von seinen längeren Werken ist Fahrenheit 451 wohl das berühmteste. In einem dystopischen Amerika, ist es die Aufgabe von Feuerwehrmännern Bücher zu verbrennen, da diese als nicht systemkonformes Denken und Handeln bezeichnet werden und verbannt werden müssen, um dem Staat komplette Herrschaft zu geben. Obwohl Protagonist Guy scheinbar kritiklos den Anweisungen folgt, bewahrt er manche der zu verbrennenden Bücher allerdings heimlich auf und beginnt langsam seine Glücklichkeit in Frage zu stellen während er anfängt die Bücher zu lesen. Daraufhin wird er gezwungen sein eigenes Haus mit den Büchern zu verbrennen, wobei er seinen Vorgesetzten tötet. Mit Hilfe von Faber, einem ehemaligen Literaturprofessors, gelingt Guy die Flucht zu einer Gruppe von Außenseitern die abseits der Stadt leben und versuchen wollen die Menschen wieder zum Lesen zu bringen. Der Titel dieses Werkes stammt von der ungefähren Temperatur, die benötigt wird damit sich Papier entzündet.

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Mark Twain: The Adventures of Tom Sawyer & Huckleberry Finn


Wer kennt sie nicht, die berühmten zwei Buben Tom Sawyer und Huckleberry Finn aus Missouri. Viel Unsinn im Kopf und jugendliche Liebe zum Risiko bringen Tom und Huckleberry auf ein großes Abenteuer mit Schatzsuche. Im zweiten Buch wird die Sache noch ein wenig ernster, mit Themen wie Alkoholabhängigkeit, Rassismus und Gesellschaftskritik. Es sind vielleicht Bücher die man als Kind einfach so liest, als Erwachsener ist es doch umso interessanter mit neuem Blick in die Welt von Mark Twain einzutauchen. Als Urvater des großen Amerikanischen Romans gelten Twain und seine Werke also als unverzichtbar in jeder Leseliste. Schon erstaunlich, dass dieser Klassiker nach 140 Jahren immer noch so oft gelesen wird aber durchaus berechtigt.

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Hubert Selby Jr: Last Exit To Brooklyn


Ich glaube nicht, dass ich jemals ein Buch schneller durchgelesen habe als Last Exit To Brooklyn von Hubert Selby Jr. Das Werk aus dem Jahr 1964 erzählt dabei nicht nur die unglaublich spannenden Geschichten verschiedener Gruppen aus der New Yorker Arbeiterklasse sondern ist auch sprachlich höchst interessant und inspirierend. So verwendet Selby Jr oft nicht die richtigen Satzzeichen, lässt zum Beispiel Fragezeichen gerne aus oder verwendet slang-ähnliche, zusammengezogene Wörter. Auch schreibt er meist im stream of consciousness. Passend dazu sind die damaligen Tabu-Themen, die Selby Jr in seinem Buch behandelt. Drogen, Homosexualität und Straßengewalt sind nur ein Teil davon. Auf Grund dessen war Last Exit To Brooklyn in Italien sogar verboten und in war in England Teil eines langen Gerichtsprozesses. Es ist ein kontroverses Buch aber auf alle Fälle wert gelesen zu werden. Schon auf den ersten paar Seiten dringt man komplett in die Welt der 1950er Jahre in Brooklyn ein und erlebt erschreckendes und faszinierendes zugleich, sodass man leider schon viel schneller am Ende ist, als man denkt.

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Jack Kerouack: On the Road


Wer hat noch nie von einem langen Road Trip von einer Küste der USA zur anderen geträumt aber leider haben die Mittel gefehlt um das wirklich durchzusetzen? Nun, dank des cleveren Schreibstils des literarischen Genies Jack Kerouac kann man seit der Veröffentlichung 1957, auf eine unglaubliche Reise durch das Nachkriegs-, Jazz-, Drogenbeeinflusste und Arbeitsabhängige Amerika gehen. In fünf Teile aufgeteilt erzählt On the Road über Sal Paradise und seinen Freund Dean Moriarty die über Jahre hinweg kreuz und quer durch Amerika reisen und sich zum Teil mit Tagesarbeit durschlagen müssen. Es ist eine Geschichte die inspiriert die Welt zu erkunden und sich selbst zu finden und ist ein Buch, das absolut gelesen werden muss. Am besten eignet sich dafür eine der „original scroll“ Ausgaben des Werkes. Kerouac hat nämlich ursprünglich das Buch auf einer 36,5 Meter langen Papierrolle ohne Unterbrechung geschrieben, was zum allgemeinen Leseeindruck und Erlebnis immens beiträgt. Die Charaktere sind übrigens alle angelehnt an Kerouac selbst, seine Familie und Freunde. Natürlich gibt es von On the Road auch eine Verfilmung aber das Buch ist sehr viel besser und ergreifender.

Katrin Kugler

Tom Wolfe: The Electric Kool-Aid Acid Test


Ein interessanter Titel verbirgt hier ein noch interessanteres Buch. The Electric Kool-Aid Acid Test, geschrieben von Tom Wolfe, veröffentlicht 1968, berichtet über Drogenerlebnisse, die sogenannte Beat-Generation und die Anfänge der Hippies. Es geht um LSD, die Hells Angels, The Grateful Dead und berühmte Autoren, wie Allen Ginsberg und untersucht die Drogen-nehmenden Gruppen Amerikas. So verrückt, wie die Geschichte auch klingen mag, The Electric Kool-Aid Acid Test ist kein fiktionales Werk sondern beruht auf wirklichen Events. Tom Wolfe war damit einer der Autoren, die auf das Genre des New Journalism aufmerksam gemacht haben. Auch wenn man es vielleicht nicht glauben mag, aber Wolfe lebt sogar noch. Man könnte also fast sagen es ist ein moderner Klassiker, den er da geschrieben hat, ein Klassiker, den man gelesen haben sollte, ist es aber auf alle Fälle.

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Ernest Hemmingway: The Old Man and the Sea


Ernest Hemmingways wohl bekanntestes Werk wurde 1952 veröffentlicht. Es ist eine Novelle über einen Fischer, der nach vielen glücklosen Tagen des Fischens auf dem Meer tatsächlich wieder einen großen Fang macht. Während er versucht den Fisch an Land zu ziehen muss der Fischer an seine körperlichen Grenzen gehen, Haie töten und er baut sogar eine Art Beziehung zu dem gefangenen Fisch auf. Es ist eine Geschichte in die viel reininterpretiert werden kann, ob der Fischer eigentlich für etwas anderes steht und wen der Fischer darstellen soll ist unklar. Klar dagegen ist, dass die Novelle stark an Moby Dick erinnert und entstanden ist, als Hemmingway selbst einem Fischer geholfen hat, als er in Kuba lebte. The Old Man and the Sea ist definitiv ein bedeutendes Werk, Hemmingway wurde dafür mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet und es brachte unter anderem Hemmingway auch zu seinem Erhalt des Literaturnobelpreises in 1954. Schon in den ersten zwei Tagen nach Veröffentlichung des Buches wurde die Geschichte über 5 Millionen Mal verkauft. Heute bleibt es ein vor allem in Amerikanischen und Englischen Schulen eine oft gelesene Lektüre.

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Truman Capote: In Cold Blood


In Cold Blood
erzählt die Geschichte der Ermordung der Clutter Familie am 15. November 1959 in der amerikanischen Kleinstadt Holcomb. Es handelt sich hierbei um ein wahres Verbrechen, doch wer Capotes Buch liest bekommt schnell das Gefühl, dass das ganze nur vom Autor erfunden worden ist. Andererseits erscheinen die Geschehnisse und Berichte gleichzeitig zu real, um fiktiv zu sein. Dieses Phänomen hat einen Grund und einen Namen; Creative Non-Fiction. Capote hat damit ein neues, literarisches Genre erschaffen, welches sich heutzutage immer größerer Beliebtheit erfreut. Einen non-fiktionalen Roman zu schreiben verlangt großes Talent und Können und zählt als eines der schwierigsten Genres in welchen man schreiben kann, da der Grat zwischen fiktiv und real oft sehr schmal ist. Capote hat sich sehr viel Mühe gegeben und hat über sechs Jahre lang Interviews geführt mit den Tätern und Bewohnern der Stadt, ehemaligen Arbeitgebern, Nachbarn und Polizisten. Angeblich bezahlte Capote sogar die Gerichtsverteidiger der Täter Richard "Dick" Hickock und Perry Smith, doch sobald er genug Informationen für sein Buch hatte, lies er die Unterstützung fallen.

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F. Scott Fitzgerald: The Beautiful and Damned


The Great Gatsby
kennt wohl so ziemlich jeder, entweder durch das Buch selbst oder den 2013 erschienenen Film mit Leonardo DiCaprio. The Beautiful and Damned jedoch ein Klassiker, der oft vergessen wird. Erschienen 1922 ist es F. Scott Fitzgeralds zweiter Roman, zwei Jahre nach This Side of Paradise und drei Jahre vor The Great Gatsby. Während das Buch die Geschichte der Beziehung von Anthony Patch und seiner Frau Gloria Gilbert erzählt, die durch Höhen und Tiefen geht, wird vermutet, dass sich die Geschichte eigentlich um Fitzgeralds Ehe mit Zelda dreht und persönliche Einblicke in deren privates Leben gibt. Grundsätzlich geht es allerdings um ein Paar und deren Beziehung im Jazz Alter vor und nach dem 1. Weltkrieg. Gerüchten zufolge wird demnächst sogar ein Film mit dem gleichen Titel in die Kinos kommen. Jetzt ist also die perfekte Zeit, um das Buch noch davor zu lesen.

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John Steinbeck: Of Mice and Men


Vor allem in englischen Schulen ist Of Mice and Men eine beliebte Lektüre. Das 1937 erschienene Buch von John Steinbeck erzählt die Geschichte von George Milton und Lennie Small, zwei Freunden, die versuchen sich als Wanderarbeiter durchzuschlagen. Dabei bringt besonders Lennie den Traum der beiden ein eigenes Stück Land mit Tieren zu besitzen, in Gefahr mit fatalen Folgen am Ende. Aufgebaut ist das Ganze ähnlich wie ein Schauspiel oder Drehbuch mit einleitenden Beschreibungen der Orte und Dialogen die für eine Aufführung nicht geändert werden müssten. Of Mice and Men ist eine Geschichte über Freundschaft über Grenzen hinweg, Träume und Einsamkeit, sowie das Leben der Wanderarbeiter in Amerika während den 1920er und 1930er Jahren. Der Autor Steinbeck selbst machte diese Erfahrung nachdem er die Universität Stanford ohne Abschluss verlies. Die Filmversion von 1992 mit Gary Sinise und John Malkovich ist ebenfalls einen Blick wert.

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John Williams: Stoner

The New Yorker bezeichnete den Roman Stoner von John Williams in 2013 als “the greatest American novel you’ve never heard of”, und das nicht zu unrecht. Teilweise basierend auf Williams eigenen Leben erzählt Stoner die Geschichte von William Stoner, einem Dorfjungen aus Missouri, welcher sich gegen den Willen seiner Eltern sträubt, sein Landwirtschaftsstudium beendet und zum Studiengang der Literaturwissenschaft wechselt. Das Buch berichtet hauptsächlich über Stoners Zeit als Assistenz-Professor, seiner Beziehung zu seinen Kollegen an der Universität, seiner Beziehung mit seiner Frau und Tochter, sowie seiner Affäre mit einer Studentin. Es ist eine spannende Geschichte die sich schnell gelesen hat und vor allem auch die Liebe zur Literatur und zur Universität zelebriert. Als das Buch 1965 zum ersten Mal veröffentlicht wurde, wurden nur wenige Kopien verkauft. Heute zählt das Buch zu den großen Amerikanischen Klassikern und ist nicht nur eine Inspiration für Literatur-, Germanistik- und Anglistikstudenten.

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Ray Bradbury: Fahrenheit 451


Ray Bradbury ist bekannt für seine zahlreichen Kurzgeschichten, doch von seinen längeren Werken ist Fahrenheit 451 wohl das berühmteste. In einem dystopischen Amerika, ist es die Aufgabe von Feuerwehrmännern Bücher zu verbrennen, da diese als nicht systemkonformes Denken und Handeln bezeichnet werden und verbannt werden müssen, um dem Staat komplette Herrschaft zu geben. Obwohl Protagonist Guy scheinbar kritiklos den Anweisungen folgt, bewahrt er manche der zu verbrennenden Bücher allerdings heimlich auf und beginnt langsam seine Glücklichkeit in Frage zu stellen während er anfängt die Bücher zu lesen. Daraufhin wird er gezwungen sein eigenes Haus mit den Büchern zu verbrennen, wobei er seinen Vorgesetzten tötet. Mit Hilfe von Faber, einem ehemaligen Literaturprofessors, gelingt Guy die Flucht zu einer Gruppe von Außenseitern die abseits der Stadt leben und versuchen wollen die Menschen wieder zum Lesen zu bringen. Der Titel dieses Werkes stammt von der ungefähren Temperatur, die benötigt wird damit sich Papier entzündet.

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Mark Twain: The Adventures of Tom Sawyer & Huckleberry Finn


Wer kennt sie nicht, die berühmten zwei Buben Tom Sawyer und Huckleberry Finn aus Missouri. Viel Unsinn im Kopf und jugendliche Liebe zum Risiko bringen Tom und Huckleberry auf ein großes Abenteuer mit Schatzsuche. Im zweiten Buch wird die Sache noch ein wenig ernster, mit Themen wie Alkoholabhängigkeit, Rassismus und Gesellschaftskritik. Es sind vielleicht Bücher die man als Kind einfach so liest, als Erwachsener ist es doch umso interessanter mit neuem Blick in die Welt von Mark Twain einzutauchen. Als Urvater des großen Amerikanischen Romans gelten Twain und seine Werke also als unverzichtbar in jeder Leseliste. Schon erstaunlich, dass dieser Klassiker nach 140 Jahren immer noch so oft gelesen wird aber durchaus berechtigt.

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Hubert Selby Jr: Last Exit To Brooklyn


Ich glaube nicht, dass ich jemals ein Buch schneller durchgelesen habe als Last Exit To Brooklyn von Hubert Selby Jr. Das Werk aus dem Jahr 1964 erzählt dabei nicht nur die unglaublich spannenden Geschichten verschiedener Gruppen aus der New Yorker Arbeiterklasse sondern ist auch sprachlich höchst interessant und inspirierend. So verwendet Selby Jr oft nicht die richtigen Satzzeichen, lässt zum Beispiel Fragezeichen gerne aus oder verwendet slang-ähnliche, zusammengezogene Wörter. Auch schreibt er meist im stream of consciousness. Passend dazu sind die damaligen Tabu-Themen, die Selby Jr in seinem Buch behandelt. Drogen, Homosexualität und Straßengewalt sind nur ein Teil davon. Auf Grund dessen war Last Exit To Brooklyn in Italien sogar verboten und in war in England Teil eines langen Gerichtsprozesses. Es ist ein kontroverses Buch aber auf alle Fälle wert gelesen zu werden. Schon auf den ersten paar Seiten dringt man komplett in die Welt der 1950er Jahre in Brooklyn ein und erlebt erschreckendes und faszinierendes zugleich, sodass man leider schon viel schneller am Ende ist, als man denkt.

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Jack Kerouack: On the Road


Wer hat noch nie von einem langen Road Trip von einer Küste der USA zur anderen geträumt aber leider haben die Mittel gefehlt um das wirklich durchzusetzen? Nun, dank des cleveren Schreibstils des literarischen Genies Jack Kerouac kann man seit der Veröffentlichung 1957, auf eine unglaubliche Reise durch das Nachkriegs-, Jazz-, Drogenbeeinflusste und Arbeitsabhängige Amerika gehen. In fünf Teile aufgeteilt erzählt On the Road über Sal Paradise und seinen Freund Dean Moriarty die über Jahre hinweg kreuz und quer durch Amerika reisen und sich zum Teil mit Tagesarbeit durschlagen müssen. Es ist eine Geschichte die inspiriert die Welt zu erkunden und sich selbst zu finden und ist ein Buch, das absolut gelesen werden muss. Am besten eignet sich dafür eine der „original scroll“ Ausgaben des Werkes. Kerouac hat nämlich ursprünglich das Buch auf einer 36,5 Meter langen Papierrolle ohne Unterbrechung geschrieben, was zum allgemeinen Leseeindruck und Erlebnis immens beiträgt. Die Charaktere sind übrigens alle angelehnt an Kerouac selbst, seine Familie und Freunde. Natürlich gibt es von On the Road auch eine Verfilmung aber das Buch ist sehr viel besser und ergreifender.

Katrin Kugler